​​​​Meinen Job kann ich nicht verändern. 6 Dinge die dir helfen, wenn du denkst, dass es bei anderen geht, aber bei dir nicht

​​Wenn ich gefragt werde, was ich in meinen Coachings eigentlich mache, dann erzähle ich davon, dass ein Bereich meiner Arbeit es ist Müttern zu helfen einen Job zu finden, der ihnen Spaß macht und der sich mit dem Familienleben vereinbaren lässt.
Und dann höre ich eine Sache, in verschiedenen Variationen, immer wieder:

​„Ah, ok, hört sich cool an was du machst, aber das ist ja dann eher für Mütter, die…
​- einen Job haben mit dem das auch geht…
​- die keine Familie haben…
​- die einen Partner haben, der super viel Geld verdient und die sich​ ausprobieren können…"

Wenn du diesen Artikel hier liest, kommen dir diese Gedanken vielleicht bekannt vor.

Was ich dir zu allererst sagen möchte: Ich kann so gut verstehen, wie du dich fühlst. Ich habe mich auch mal so gefühlt. Ich hab früher oft gedacht: ja, bei den anderen geht das vielleicht, die haben ja auch ganz andere Voraussetzungen als ich.

​Genau so geht es den meisten Müttern

Das Spannende ist: die Mamas, die ins Coaching kommen, gehören allesamt nicht zu diesen Leuten, denen das super leicht fällt. Wenn es das täte, bräuchten sie mich auch gar nicht.
Die Frauen, mit denen ich arbeite, haben genau das Problem, keine wirkliche Alternative für sich zu sehen. Sie haben allesamt eine Familie, für die sie sich verantwortlich fühlen, und die allermeisten sind auf zwei Gehälter angewiesen, sie müssen arbeiten.
Und: sie schaffen es immer einen Weg für sich zu finden, etwas zu verändern.

In diesem Artikel geht es jetzt aber nicht darum, ​dass du ein Coaching machen sollst.

Hier möchte ich dir zwei der Hauptursachen zeigen, die allermeistens dafür verantwortlich sind, wenn man denkt, dass etwas bei anderen - aber bei einem selber nicht klappen kann.
Danach habe ich sechs Ideen und Gedankenanstöße für dich, die dir helfen können einen Glauben daran zu entwickeln, dass du etwas verändern kannst - auch wenn du eigentlich denkst, dass es bei dir super schwer ist.

​Mögliche Gründe für diese Gedanken


​Hinter diesen Überzeugungen: 

"bei meinem Beruf geht das nicht"
"mit unserer Familiensituation können wir kein Risiko eingehen"
"wir haben nicht die Voraussetzungen dafür"
"wir können es uns nicht leisten"

stecken, wenn man es mal auf die Basis herunter bricht, im Wesentlichen zwei Muster:

  • 1
    ​Das Gefühl der eigenen Selbstwirksamkeit fehlt, also dein Wissen, dein Glaube und das Selbstvertrauen, etwas zu können, etwas erreichen zu können, etwas tun zu können. Das hängt auch damit zusammen, dass du in der Situation in der du jetzt bist ja vorher noch nie warst und deswegen noch nicht auf Erfahrungen, Erfolge Strategien usw zurück greifen kannst.
  • 2
    Die Angst vor Veränderung, diese Urangst, das Bewährte und Vertraute zu verlassen. Sich auf Veränderung einzulassen ohne zu wissen, was da kommt - also sozusagen lieber in Kauf zu nehmen, dass es im Moment nur so halbwegs ok ist, als das Risiko einzugehen, dass es noch schlimmer werden könnte; gerade als Mutter, mit hoher Verantwortung und mit einem meistens chaotischen und anstrengenden Alltag, vertreten wir ja das Motto „never change a running system“.

Wenn du also Zweifel hast, ob und wie du in der jetzigen Situation eine Veränderung im Job schaffen kannst, lass mich dir sagen: Das ist total normal. In neuen Situationen Angst zu haben etwas nicht zu schaffen und Angst vor der Veränderung zu haben - es wäre eher ungewöhnlich, wenn diese Ängste nicht da sind.

Wichtig ist aber auch zu wissen: Beides sind Mindset-Themen, das sind keine Fakten, sondern deine Überzeugungen.
Und deswegen ist die gute Nachricht, dass du auch einige Dinge tun kannst, um dein Gefühl zu verändern und zu dem Gefühl zu kommen: Einen neuen Job zu finden, an dem ich Spaß habe und der auch für unser Familienleben passt, das schaff’ ich auch.

​Hier kommen 6 Ideen für dich, was dir jetzt helfen kann:

​1. Mut, Selbstvertrauen und Inspiration

​Austausch mit anderen, die "das ​Unmögliche" geschafft haben. Und hier ist es hilfreich nach Leuten zu schauen, die eine ähnliche Ausgangssituation hatten, wie du sie jetzt hast, die z.B. einen ähnlichen Beruf und eine ähnliche Familiensituation haben. Also vielleicht eher nicht gerade eine Angelina Jolie, die ja nun völlig andere Voraussetzungen und Möglichkeiten mitbringt, als unsereins. Schau dir Menschen an, die dir ähnlich sind: wie haben die das gemacht? Genau das gibt dir Mut und Selbstvertrauen, denn es füttert die Überzeugung: die haben das geschafft, dann kriege ich das auch hin.

​2. Ideen für Alternativen sammeln

​Wichtig ist, dass du Anregungen bekommst, was denn möglich sein könnte. Ganz entscheidend dabei ist: mach’ das nicht alleine, sondern mache es mit anderen zusammen - je mehr Teilnehmer, umso mehr Ideen für Alternativen. Brainstormings sind das  Wirksamste, wenn es darum geht Alternativen zu sammeln. Wichtig ist, dass im ersten Schritt nur mit dem Herzen gebrainstormed wird, ohne direkt mit dem Kopf zu sagen: das geht eh’ nicht. Der Kopf (und damit der schärfste Kritiker) darf dann im Anschluss drüber schauen. Ich arbeite sehr oft mit der Walt-Disney-Methode, ich habe sie hier kurz beschrieben.

​3. Kleine Schritte

​Du brauchst einen Plan, der kleinteilig und dadurch umsetzbar und machbar ist und der dich nicht direkt in die Ungewissheit stürzt. Habe nicht den Anspruch, sofort die Riesenveränderung aus dem Stand machen zu müssen, sondern brich kleinstteilige Schritte runter, wie du dahin kommen kannst, was du im Kern wirklich machen möchtest.

​4. Unterstützer aus deinem direkten Umfeld

​Was du ganz dringend brauchst, sind Unterstützer, keine Kritiker. Geh’ dein Umfeld durch, Partner, Familie, Freunde - wer kann dir Support geben, wer kann dir den Rücken stärken? Und wenn da niemand zu finden ist, schaue in Online-Communities, in denen Gleichgesinnte sind, die dich unterstützen können. Wir gründen gerade die ​Mütter-zurück-im-Job-Facebook-Gruppe, da wirst du auf jeden Fall Gleichgesinnte treffen. Wenn du Lust hast, komm’ gerne hier vorbei.

​5. Offenheit zur Veränderung

​Bei allen anderen Voraussetzungen ist es vor allen Dingen wichtig, dass du eine Offenheit für Veränderung mitbringst. Wenn du dich mit Haut und Haaren dagegen sträubst, und es sich einfach noch nicht richtig anfühlt, dann ist das völlig okay . Aber dann ist es höchstwahrscheinlich einfach noch nicht deine Zeit und dein Wunsch nach Veränderung überwiegt gegenüber allem anderen einfach nicht. 

​6. Nervöses Gefühl beim Gedanken an eine Veränderung neu interpretieren


​Aufgeregt zu sein, nervös zu sein, ängstlich zu sein - das alles ist sehr normal, es wäre komisch, wenn du es nicht fühlen würdest. Denk’ hier wieder an das Konzept, das ich oben beschrieben habe: Unser Körper will im Vertrauten bleiben, weil das für ihn der sichere Rahmen ist. Veränderung bewirkt Angst. Lass’ dich davon nicht blockieren und denk’ dran, dass das ein Überbleibsel unserer Menschheits-Anfänge ist und unser Gehirn einfach nicht weiß, dass es gerade nicht um Leben und Tod geht.

Du siehst: mit deinem Gefühl bist du nicht alleine. Und glücklicherweise kannst du selbst ganz viel machen, damit du mehr Vertrauen bekommst.

Ich freue mich sehr über deine Eindrücke zu diesem Artikel. Lass’ mich gerne wissen, ob dir die Tipps weiter helfen - entweder als Kommentar hier unter dem Blogartikel oder in der Facebook-Gruppe oder gerne auch per E-Mail an mich.

​Du hörst lieber als ​dass du liest?

Hier geht es zum Mütter zurück im Job-Podcast. Wenn du die Inhalte, über die ich hier auf dem Blog schreibe, lieber hören möchtest, dann kannst du das hier machen. Die Episoden dauern zwischen 15 und 30 Minuten und sind perfekt, um sie ​während des Haushalt-machens oder beim Spaziergang zu hören.

Dir wünsche ich jetzt eine schöne Woche und bis ​Bald​,

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